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Von Joshua Wong der WELT

 

link: https://www.welt.de/politik/ausland/article201832386/Brief-aus-Hongkong-Die-Stadt-ist-am-Siedepunkt.html

Unser Autor, der Aktivist Joshua Wong, will bei den Hongkonger Lokalwahlen im November kandidieren. Die Regierung plant unterdessen, diese zu verschieben oder gar auszusetzen. Das treibt nun sogar die Arbeiter auf die Straße.

Wenn man bedenkt, dass das Risiko hoch ist, dass ich wegen meiner Rolle in der Protestbewegung ins Gefängnis komme, ist die Kandidatur kein Privileg, sondern vielmehr eine zusätzliche Last.

Aber im politischen System Hongkongs ist die Lokalwahl die einzige Direktwahl – und damit der einzige Weg für die Menschen, all die Unzufriedenheit zum Ausdruck zu bringen, die sich angestaut hat.

Die Hongkonger Regierung plant – unter Verweis auf die Proteste – , die Wahlen zu verschieben oder auszusetzen. Um das zu tun, muss sie allerdings erneut das Notstandsgesetz aus der britischen Kolonialzeit bemühen.

Diese Büchse der Pandora zu öffnen ist nicht weniger schädlich als chinesische Truppen einmarschieren zu lassen.

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