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02.04.2020 Eric L.

Am 25. Feb. 2020 hat die Filmveranstaltung ,,Water Revolution‘‘ im Atelierhaus am jüdischen Museum in Berlin stattgefunden, die von einer freiwilligen Gruppe ,,Wir für Hongkong‘‘ organisiert wurde. Der Dokumentarfilm zeigte, wie sich die Hongkong Demonstrationen in den vergangenen sechs Monaten entwickelt hatten. Gleichzeitig wurde die Regisseurin Kanas Liu von Hongkong nach Berlin eingeladen, um ein Gespräch über die aktuell sozialen Bewegungen von Hongkong mit Theresia Enzensberger, die Film und Kunstgeschichte an Bard College in New York studierte und nun bei FAZ, FAS, Zeit Online und NZZ als freiberufliche Journalistin arbeitet, zu führen.

  Photo credit: Ramsey Au

Kanas Liu studierte Kulturwissenschaft an der Lingnan University Hong Kong und nach dem Studienabschluss war sie im Medienbereich als Journalistin und später als unabhängige Regisseurin tätig. Ab 2014 fing sie an, soziale Änderungen und Protesten von Hongkong zu drehen. 2019 hat sie den Hongkong-Antiauslieferungsgesetzt-Protest gegen kommunistisches China dokumentiert und und ihr Werk ,,Comrades‘‘ wurde von Berlinale Generation 2020 nominiert.

In dieser Filmveranstaltung wollte Liu dem Publikum andere von Hong Kong produzierten ihren Filmen zeigen: ,,The Time of the Individual‘‘, ,,Trial and Error‘‘, ,,Not One Less‘‘, und ,,Be Water‘‘. Nach diesen vier Dokumentarfilmen wurde auch ihr kurzer Film gezeigt, der über die Situation des Coronaviren in Hongkong thematisiert.

Danach wurde das Gespräch zwischen der Regisseurin, der Moderatorin und dem Publikum geführt. Während der Diskussion erklärten Liu und ihr Kollege mit Enzensberger über den Prozess der Dreharbeiten, wobei Sie ihnen gewünscht hatten, allen zu zeigen, dass Hongkonger vor allem nach Freiheit, Selbstbestimmung, und demokratische Gemeinschaft streben. Dieses Streben gehört laut Liu nicht nur zu junger Generation, sondern auch allen Menschen, nämlich, das gilt für jeden Hongkongern. Enzensberger fragte Lius Meinung, dass es scheint, dass die Demonstrationen wegen der Coronakrise nicht mehr stattfinden, ob sie schon einfach ohne Erfolg abgestorben haben. Liu habe gesagt, dass sie über diese Frage nicht mehr sagen könnte, sogar nicht viel gedacht hatte. Ihre Pflicht sei nur, dem Publikum aufzuzeigen, was in Hongkong passiert ist, und es zu filmen. Einer der wichtigen Punkt der Diskussion ist jedoch: die ganze Bewegung ist ein gemeinsamer Versuch; man weiß nicht, ob er erfolgreich sein könnte, aber man weiß schon, was man machen sollte. Der Kampf für Freiheit geht immer weiter; er ist nicht vollendet.

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